Bei Eishockeywetten lassen sich Gesamtzahl der Tore, Spielausgang und Handicap getrennt bewerten. Für die Analyse zählen vor allem die Qualität der Torchancen, die Torhüterform sowie das Verhalten in Über- und Unterzahl.
Torhüter-Duell
Die Fangquote liefert einen ersten Hinweis auf die Torhüterleistung. Aussagekräftiger wird die Einschätzung, wenn zusätzlich die Anzahl und Qualität der zugelassenen Schüsse betrachtet wird. Viele Abschlüsse aus kurzer oder mittlerer Distanz erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Gegentore stärker als ungefährliche Schüsse von außen.
Über- und Unterzahl
Das Überzahlspiel kann die Torerwartung deutlich beeinflussen. Eine starke Mannschaft in Überzahl trifft häufiger, während ein schwaches Unterzahlspiel zusätzliche Chancen zulässt. Für die Bewertung eines Spiels sollten beide Seiten betrachtet werden: die Effizienz im eigenen Überzahlspiel und die Stabilität bei gegnerischer Überzahl.
Wettidee: Total und Über/Unter
Eine Strategie für Totalwetten im Eishockey berücksichtigt nicht nur die letzten Ergebnisse, sondern auch die Qualität der Torchancen. Das Total bezieht sich auf die Gesamtzahl der Tore in einem Spiel. Bei einem gebrochenen Total wie 0,5 gibt es entweder einen vollständigen Gewinn oder Verlust. Bei einem ganzen Total wie 0,0 wird der Einsatz bei exakt gleicher Trefferzahl zurückgezahlt. Asiatische Totals wie 0,25 teilen den Einsatz und können zu Teilgewinnen oder Teilverlusten führen.
Neben dem allgemeinen Total gibt es individuelle Totals für einzelne Mannschaften oder Spieler. Die Abkürzungen Über und Unter stehen für mehr oder weniger Tore als die festgelegte Linie. Ein Über-Total von 2,5 gewinnt, wenn mindestens drei Tore fallen.
Eishockey im Drei-gegen-drei-Format
Steht ein Spiel nach der regulären Spielzeit unentschieden, kann die Verlängerung im Drei-gegen-drei-Format für zusätzliche Torchancen sorgen. Märkte auf ein Tor in der Verlängerung sind jedoch nur sinnvoll, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung realistisch eingeschätzt wird. Die reguläre Spielzeit und die Verlängerung sollten bei der Bewertung eines Marktes klar voneinander getrennt werden.
Handicap und PM2 bei Eishockeywetten
PM2 steht für den Sieg der Gastmannschaft einschließlich Verlängerung und Penaltyschießen. Da ein Eishockeyspiel nicht mit einem Remis endet, gewinnt diese Wette bei jedem Sieg des Gastteams. Sie kann sinnvoll sein, wenn die Gastmannschaft stärker eingeschätzt wird, zugleich aber ein enges Spiel mit möglicher Verlängerung erwartet wird.
Beim Handicap wird der angenommene Torabstand berücksichtigt. Ein Handicap von +1,5 auf die Gastmannschaft deckt auch eine knappe Niederlage mit einem Tor ab. Die genaue Wertung hängt davon ab, ob der Markt nur die reguläre Spielzeit oder auch die Verlängerung einschließt.
Quotenvergleich
| Markt | Bedeutung |
|---|---|
| Über-Total | Mehr Tore als die festgelegte Linie |
| Unter-Total | Weniger Tore als die festgelegte Linie |
| PM2 | Sieg der Gastmannschaft einschließlich Verlängerung und Penaltyschießen |
| Gastmannschaft +1,5 | Gewinn bei Sieg, Unentschieden nach regulärer Spielzeit oder Niederlage mit höchstens einem Tor |
| Tor in der Verlängerung | Mindestens ein Treffer in der Verlängerung |
Bei der Auswahl einer Wette sollten Torhüterform, Torchancen, Über- und Unterzahl sowie die Abrechnung des jeweiligen Marktes gemeinsam geprüft werden. Eine feste Strategie hilft außerdem, emotionale Entscheidungen und Fehler bei der Einsatzplanung zu vermeiden.
